Messverfahren

Effizenzmessungen für ecoPSU

Da ecoPSU Daten aus verschiedenen Quellen vereint, ist eine verbreitete gemeinsame Testmethode erforderlich. Daten für die ecoPSU Datenbank müssen alle notwendigen Werte enthalten, die in der Verordnung (EU) 617/2013 festgelegt sind um diese in den Online-Reports darzustellen. Tests der Netzteile können von ecoPSU selbst oder aber von authorisierten unabhängige Partnern erfolgen, die den festgelegten Standards folgen.

Die Leitlinien für  die Ermittlung der Messwerte richten sich dabei nach der „Mitteilung der Kommission im Rahmen der Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 617/2013 der Kommission zur Durchführung der Richtlinie 2009/125/EG des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Computern und Computerservern“ – „Veröffentlichung der Titel und Fundstellen der bei der Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 617/2013 der Kommission vorläufig angewandten Messmethoden„, die im Amtsblatt der Europäischen Union unter Informationsnummer 2014/C 110/05 mitgeteilt wurde.

Da es sich bislang noch um ein vorläufiges Dokument handelt, das von der Europäischen Kommission regelmäßig aktualisiert wird, bestehen in Feinheiten zum Teil noch Unklarheiten. ecoPSU steht diesbezüglich im Kontakt mit der Europäischen Kommission um Klarheit herbeizuführen und wird die Messmethoden stets eventuellen Änderungen in den Mitteillungen der Kommission anpassen.

In sofern Netzteile von ecoPSU selbst getestet werden, benutzen wir professionelles Testquipment, dass speziell für die Messungen von Netzteilen entwickelt wurde. Überlicherweise besteht dieses Equipment aus einer Chroma AC-Source, Chroma DC-Lasten, sowie Chroma Power-Analyzer oder equivaltenem Equipment anderer Hersteller, welche die Anforderungen der EU Regularien erfüllen.

Da sich die Ergebnisse einer Effizienzmessungen je nach Testaufbau und genutztem Equipment erheblich unterscheiden können und die Daten zudem aus verschiedenen Quellen stammen, erhebt ecoPSU keinen Anspruch auf eine möglichst „genaue“ Messung.

Aufgrund von Produktionsschwankungen und unterschiedlichen Testmethoden ist eine einzelne Messung eventuell nicht repräsentativ. ecoPSU versucht stattdessen eine möglichst große Anzahl von Messungen und Datensätzen zu integrieren um so die Aussagekraft deutlich zu steigern.

Auswahl der Produktmuster

ecoPSU bevorzugt die Nutzung zufälliger Muster aus der Massenproduktion für die Tests und Daten. Diese können zufällige Auswahlen aus dem Lager eines Herstellers, oder aus dem lokalen Handel oder der Distribution oder Systemintegration sein.  Da es nicht immer möglich ist, solche Muster zur Markteinführung eines Produkts zu erhalten, sind Möglichkeiten vorhanden auch sogenannte „pre-mass-production-samples“ zu testen ( Pressemuster fallen oftmals in diese Kategorie). Pre-Samples müssen in der Konstruktion mit dem finalen Retail Produkt übereinstimmen. Insbesondere dürfen sie sich nicht in Aspekten unterscheiden, die Einfluss auf die Effizienz des Netzteilshaben, wie zum Beispiel unterschiedliche Kabel oder Kabellängen, Lüftertypen oder Lüfterdrehzahl.

Jedes Muster wird mit seiner Serienummer (soweit vorhanden), Typ und Quelle gespeichert um eine möglichst gute  Verfolgbarkeit und Transparenz zu gewährleisten. Um das sogenannte „Cherry Picking“ oder „Golden Sampling“ zu vermeiden, wird ecoPSU selbsttätig anonyme Tests  in den Netzteil-Serien durchführen. Damit wollen wir sicher stellen, das in unserer Datenbank nicht nur Daten eines speziellen Productionsreihe eines Netzteils vorhanden sind, da sich die internen Komponenten eines Netzteils über die Zeit immer (zum Beispiel aufgrund von Lieferproblemen) ändern können.  Änderungen an einem Netzteil die deutlichen Einfluss auf die Effizienz haben, erfordern einen erneuten Test innerhalb der Netzteilserie. Um die Daten möglichst akkurat zu halten, ermutigen wir die Hersteller regelmäßig Selbstkontrollen der Netzteile durchzuführen. Auch damit werden falsche Daten aufgrund von Golden Samples verhindert.

Aufgrund von Produktionsschwankungen ist ebenfalls jederzeit möglich das ein zufälliges Muster in einer Stichprobe eine Messung nicht bestätigt. In diesem Fall wird ecoPSU den Herseller kontaktieren und das weitere Vorgehen besprechen. Die (EU) No 617/2013 Richtline stellt für derartige Fälle eine Vorgehensweise bereit, die ecoPSU übernehmen wird.

Sollte das wiederholte Testen eines Musters erfolglos bleiben, müssen die ecoPSU Label geändert oder entfernt werden. In extremen Fällen werden die Daten in unserer Datenbank als ungültig, veraltet gekennzeichnet oder komplett gelöscht.